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Mitgliederversammlung
am 5.3.2005 |
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Die 1. Vorsitzende Sigrid Früh begrüßte 32 Mitglieder und 2 Gäste und freute sich über ihr Kommen. Sie wies gleich zu Beginn auf den „24. Landespreis für Heimatforschung 2005“ hin, der vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport ausgeschrieben wurde. U.a. sind auch Beiträge für Mundart, Theater oder Literatur möglich. Einsendeschluß 30.4.05 Internet: www.landespreis-fuer-heimatforschung.de Bericht des Vorstands – Rückblick – Manfred Rehm berichtete über die Sieben Schwaben Veranstaltung im Heilbronner Raum und in Stuttgart-Hofen Das Sommerfest Weingut Boskopp war gut besucht. Es waren zahlreiche Vorstandsitzungen notwendig. Der Mitgliederstand beträgt 159 Personen. Ein Höhepunkt war der 2. Sebastian Blau Wettbewerb für Liedermacher. Es beteiligten sich 38 Künstler. Der Beauftragte für den Wettbewerb Hermann Walz berichtete: Die Jury bestand aus Sigrid Früh, Hanno Kluge, Wulf Wager(Vorsitz) vom verein schwäbische mund.art Thomas Hagenauer, SWR 4 Michael Werner, Stuttgarter Zeitung Karlheinz Geppert, Stadt Rottenburg Uli Führe, alemannischer Liedermacher 9 Künstler bzw. Gruppen kamen in einem anonymen Verfahren in die engere Wahl. Die endgültige Entscheidung fiel bei der öffentlichen Veranstaltung am 10. Oktober 2004 in der Festhalle in Rottenburg. Der vorgesehene Raum in KSK Rottenburg war wegen starker Nachfrage zu klein. Gleichzeitig konnten die Künstler, die nicht in die engere Wahl kamen, sich am Nachmittag bei einem Liedermachertreffen in der Weinstube Stanis und im Sudhaus des Gasthauses Hirsch dem Publikum vorstellen. Die Preisträger des Wettbewerbs waren: 1. Die Albträumer, Anton Tauscher und Roland Geiger 2. Das Felchenterzett, 3. Dieter Huthmacher Publikumspreis: Thomas Felder Weiter belegten: Platz 4 Thomas Felder Platz 5 Eva Nußbaum (Susanne Schempp) Platz 6 Chor der Mönche Platz 7 Gruppe „pepper & salt“ Platz 8 Friedel Kehrer und Gruppe „Brojägd Trollinger“ Er dankte dem Sponsor der Dinkelacker-Schwaben Bräu für die finanzielle Förderung und den Unterstützern – Silberburg Verlag, Stuttgarter Zeitung, Stadt Rottenburg und Schwäbischem Albverein -, weiter allen Helfern, die in irgendeiner Weise mitgeholfen haben, daß der Wettbewerb zu einem guten Erfolg geführt hat. Zu den Mundart Stammtischen führte Manfred Rehm aus, daß sie nach wie vor regional geplant seien. Er bat Rudolf Paul, als Initiator der bisher zweimal stattgefundenen Stammtischen in Rottenburg zu berichten. Die Überlegung war, daß in Rottenburg als Veranstaltungsort des Sebastian Blau Wettbewerbs noch ein zweites Standbein des Vereins schwäbische mund.art gut wäre. Er nahm Kontakt mit bekannten Persönlichkeiten und Trägern auf u.a. mit Peter Nagel dem Rezitator von Sebastian Blau Gedichten. Dazu kam ein Kontakt mit der Regionalzeitung, die einen Vorbericht und einen Bericht über den ersten Stammtisch im November schrieb. Die Weinstube Stanis (30 – 40 Plätze) in Rottenburg stellte sich als sehr geeignet heraus. Der Besuch steigerte sich beim zweiten Treffen im Februar erheblich. Auch erschien Prominenz wie Helmut Palmer, Hubert Wickert Vorsitzender des Fördervereins „Schwäbischer Dialekt und der OB v. Rottenburg. Der Ablauf ist strukturiert mit Beiträgen von Teilnehmern und der Diskussion über alte Mundartbegriffen, die unterzugehen drohen. Beiträge und Äußerungen unter der Gürtellinie sind nicht erwünscht. Die Stammtische werden vierteljährlich am 1. Donnerstag des mittleren Monats weitergeführt. Rudolf Paul ist bereit beim Aufbau anderer regionaler Stammtische zu helfen. Bericht des Schatzmeisters Peter Holota gab einen ausführlichen Bericht. Es blieb ein Überschuß von 458,73 Euro. Der Vermögensbestand beträgt 6.450 Euro.
Bericht der Kassenprüfer Die Prüfung durch Rolf Bierer und Ingrid Fink ergab keine Beanstandungen. Die Kassenprüfer schlugen Entlastung vor. Aussprache und Entlastungen Titus Häussermann dankte für die gute Arbeit, die in der Vorstandschaft geleistet wurde. Besonders dankte er Hermann Walz für die Organisation des Sebastian Blau Preises. Hans-Joachim Sonntag beantragte Entlastung für den Schatzmeister und anschliessend für die Vorstandschaft. Beide Entlastungen wurden einstimmig von der Versammlung beschlossen. Neuwahl der Vorstandschaft Für die nächsten drei Jahre war die Vorstandschaft wieder zu wählen. Anton Tauscher wollte seinen Posten als Schriftführer aufgeben und kandidierte als weiterer stellv. Vorsitzender. Heiner Weier gab aus Altersgründen sein Amt als stellv. Vorsitzender ab. Für die Aufgabe des Schriftführers kandidierte Marc Paul aus Backnang. Die Wahlleitung übernahm Hans-Joachim Sonntag. Auf seinen Vorschlag wurden die wiederzuwählenden Vorstandsmitglieder offen und en bloc gewählt. Einstimmiges Votum bei jeweiliger Enthaltung der Betroffenen: 1. Vorsitzende Sigrid Früh Stellv. Vorsitzender Manfred Rehm Stellv. Vorsitzender Anton Tauscher Schatzmeister Peter Holota Schriftführer Marc Paul Beisitzer Dieter Mauser Beisitzer Ludwig Noll Anschließend bedankten sich die Vorsitzenden bei Heiner Weier für seine langjährige und gute Mitarbeit als stellv. Vorsitzender. Bestimmung der Kassenprüfer Für die nächste Wahlperiode wurden einstimmig bestimmt Ingrid Fink und Rolf Bierer.
Ausblick ins Jahr 2005/2006 Zunächst bat Manfred Rehm um einen Bericht zum Thema „Mundart in der Schule“, den Wolfgang Wulz gab. Der sogenannte Horgener Kreis aus Schwaben und Badenern bildete sich vor 3 Jahren, um ein Konzept auszuarbeiten, wie in den Schulen des Landes Mundart vermittelt werden kann. Vom Verein waren Hanno Kluge und Klaus-Dieter Reichert sowie Wulf Wager(Initiator) beteiligt. In 3 Sitzungen wurde ein konkretes Ergebnis erreicht. Eine Broschüre wurde erarbeitet, die allen Schulen zugesandt wurde. Die Lehrer haben die Möglichkeit, Mundartautoren einzuladen und mit ihnen zusammen Themen rund um die Mundart zu behandeln. Die Bandbreite reicht vom Deutschunterricht bis zur Heimat- und Sachkunde. Da die Broschüre beinahe vergriffen ist, empfiehlt er im Internet über die Hoamatseid des Vereins „www.schwäbische mund-art.de“ mit einem Link auf die Seite der badischen Muetterschprochgesellschaft zu gehen. Dort ist der Text der Broschüre ins Internet gestellt. Es ist vorgesehen, daß nach einem Jahr Probelauf, ein Erfahrungsaustausch der Beteiligten stattfinden soll. Er sieht eine Chance, daß im Zeitalter der Globalisierung die Schüler sich auf ihre Identität und ihren Dialekt besinnen. Manfred Rehm berichtete weiter, daß wieder 7 Schwaben Veranstaltungen geplant seien, aber zuerst müßten die Probleme mit der Gema aus der Welt geschafft werden. Die Mitglieder werden rechtzeitig informiert, damit sie sich überlegen, ob sie teilnehmen möchten. Zum Sebastian Blau Preis 2006 informierte Hermann Walz, daß der Hauptsponsor, die Dinkelacker-Schwaben Bräu ihren Förderbeitrag halbieren mußte. Der Verein wird deshalb die Erlöse aus den Prämien für das Buch „S’menschelet“ und der CD des Liedermacherwettbewerbs einsetzen. Es besteht noch eine Lücke in der Finanzierung. Es wird versucht eine Zusammenarbeit und Finzierung mit dem Verein „Schwäbischer Dialekt“ sowie den bisherigen Unterstützern zu erreichen, damit die Preisgelder nicht gekürzt werden müssen. Das Verfahren wird ähnlich wie bisher laufen, mit der Änderung, daß ein Videoband oder DVD von den Mundartkabarettisten eingereicht werden muß. Es ist zu erwarten, daß die Teilnehmerzahl ähnlich wie 2004 sein wird. Weiter berichtet er, daß er aufgrund einer Anregung von Rolf Gerlach von der Vorstandschaft beauftragt wurde, sich um den Nachlaß von Friedrich E. Vogt zu kümmern, der in diesem Jahr am 5.7. seinen 100. Geburtstag begehen würde. Mit der Tochter Margit Beilharz-Homann hat er den Nachlaß gesichtet. Dieser wurde auf ihren Wunsch dreigeteilt: Stadt Böblingen (langjähriger Wohn- und Wirkungsort) Stadt Stuttgart (Geburtsort) Schwäbisches Mundartarchiv Bad Schussenried (Wilhelm König) Diese Verteilung ist zu bedauern, besonders im Hinblick auf spätere Forschungsarbeiten. Zum 100. Geburtstag bringt der Silberburg Verlag ein Buch heraus. Die Auswahl der Werke wurde von Hanno Kluge und Hermann Walz vorgenommen. Es ist vorgesehen, eine Übergabe des Bestandes an die Stadt Böblingen evtl. verbunden mit einer Lesung im Frühjahr. Titus Häussermann erläutert die Konzeption des Buches. In einem Teil schreiben Kinder, Zeitgenossen und Prominente über den Autor, im weiteren Teil werden ausgewählte Werke zu finden sein. Eine Kurzbiographie schließt das Ganze ab. Erscheinungstermin ist Mai 2005. 1. Verschiedenes Manfred Rehm dankt dem Mitgliederinfo Team (Hanno Kluge, Klaus-Dieter Reichert, Toni Tauscher, Hermann Walz und Peter Holota) für ihre Arbeit. Er bittet die Mitglieder um Beiträge, damit das Ganze noch lebendiger wird. Er dankt Peter Holota für die Betreuung der Internet Präsentation des Vereins. Es ist vereinbart, daß die Veranstaltungstermine der Mitglieder immer zur Mitte eines jeden Monats eingestellt werden. Zwischendurch ist die Ausnahme in dringenden Fällen möglich. Es ist zu berücksichtigen, daß Peter Holota dies neben seiner beruflichen Aufgabe macht.
Ein Beitrag von Margit Höfle beschäftigt sich mit den Texten und Vorträgen von Mundartkünstlern „unter der Gürtellinie. Solche Auftritte schadeten dem Ansehen der Schwaben und des schwäbischen Dialektes. Dem wurde in der Diskussion beigepflichtet. Auch die Darstellung von der Torheit und Dummheit der Schwaben sei ein solches negatives Beispiel. Sigrid Früh betonte, daß der schwäbische Dialekt eine Kultursprache und nicht eine Primitivsprache sei und deshalb Verpflichtung bestehe sie auf Niveau zu verbreiten und zu pflegen. Wilfried Albeck regt einen Verbund unter den Künstlern an. Wenn z.B. eine Anfrage eines Veranstalters bei einem Künstler wegen vorhandenem Engagement negativ beantwortet werden müßte, sollte eine Möglichkeit bestehen, andere geeignete Kollegen zu fragen. Auf Anfrage von Titus Häussermann sagt Sigrid Früh, daß die Kontakte zum Schwäbischen Albverein sehr gut und intensiv sind. Mitglieder des Vereins wirken bei den Mundartveranstaltungen dieses Vereins mit. Hermann Walz
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